Laufen
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Schienbeinkantensyndrom
Das Schienbeinkantensyndrom wird auch als „Mediales tibiales Stress-Syndrom“ oder „Shin Splints“ bezeichnet und gehört zu den häufigsten Verletzungen des Unterschenkels im Laufsport. Dahinter verbirgt sich eine Knochenhautreizung der inneren Schienbeinkante im unteren Drittel des Schienbeins durch Überlastung des M. tibialis posterior (s. Abb. 1). Eine Fußfehlstellung im Sinne einer Hyperpronation sowie unpassende Schuhe, ein Wechsel der Schuhe, die Umstellung der Technik oder ein Wechsel des Untergrundes können die Symptomatik begünstigen und eine Knochenhautentzündung des Schienbeins oder eine Sehnenentzündung des Muskels hervorrufen. Vorfußläufer oder so genannte „Charlie Chaplin runners“ haben ein höheres Risiko für ein Schienbeinkantensyndrom.
Zu den Symptomen gehören Druckschmerzen im Muskelverlauf und Schmerzen entlang der unteren inneren Schienbeinhälfte, die auch beim Sport auftreten können, Schmerzen bei Plantarflexion des Sprunggelenks sowie eine diffuse Schwellung. Differentialdiagnostisch sollte der Ausschluss einer Stressfraktur des Schienbeins und eines chronischen Kompartmentsyndroms erfolgen.
Zur konservativen Behandlung des Schienbeinkantensyndroms gehören die Anpassung des Schuhwerks ggf. mit Ausgleich von Hohlfuß oder Hyperpronation, Einlagen, entzündungshemmende Medikamente, eine Trainingspause und angepasste Trainingstechnik sowie der Ausschluss von Fußfehlstellungen. Physiotherapeutisch kann durch Fußgymnastik und Kryotherapie unterstützend geholfen werden. Sollte eine operative Entlastung notwendig sein, so wird die Knochenhaut vom Knochen gelöst.













