Diabetes Workout
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| Trainingsplan: | Diabetes | |
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Artikel
Sport und Diabetes
Bewegung wird als wichtige therapeutische Maßnahme für Patienten mit Diabetes empfohlen, ebenso wie für solche, die das Risiko besitzen, an Diabetes zu erkranken.
In Europa gibt es ca. 50 Millionen Diabetiker, allein in Deutschland sind es 6 Millionen Menschen, die Dunkelziffer ist unbekannt. Der Diabetes mellitus zählt zu der häufigsten Stoffwechselerkrankung der westlichen Länder, bei ca. 90% handelt es sich um Diabetiker des Diabetes mellitus Typ 2, nur 5 – 10% der Betroffenen sind Typ 1 Diabetiker. Weitere Formen sind u.a. der Schwangerschaftsdiabetes (Deutsche Diabetes-Stiftung; Diabetes Deutschland).
Diabetiker vom Typ 2 (auch Erwachsenendiabetes genannt) haben, neben den typischen Komplikationen (Schäden an Augen, Nieren, Nerven, Füßen), ein hohes Risiko für Gefäß- und Herzschäden. Das Problem bei dieser Diabetes-Form ist nicht der Insulinmangel, sondern die Unfähigkeit der Zellen, auf Insulin anzusprechen (relativer Insulinmangel). Positiv beeinflussende Faktoren zur Entstehung dieser Krankheit sind Bewegungsmangel und Übergewicht, nicht jedoch das Altern an sich. In manchen Gesellschaften nehmen Bewegungsmangel und Fettüberschuss zu, was die Umstände für eine Entstehung des Diabetes mellitus Typ 2 begünstigt.
Durch Ausdauertraining können der Blutzucker gesenkt sowie die Risikofaktoren reduziert werden (Übergewicht, hoher Blutdruck, erhöhte Blutfettwerte). Die Insulinsensitivität und der Stoffwechsel werden verbessert, was allerdings nur einige Tage anhält. Um einen dauerhaft positiven Effekt zu erzielen, ist ein lebenslanger, aktiver Lebensstil wichtig. Diese körperliche Aktivität kann auch bei noch nicht Betroffenen, auch wenn sie eine positive Familienanamnese und Übergewicht haben, das Risiko einer Typ-2-Diabetes-Manifestation verringern (Kemmer et al. 2008).
Der insulinpflichtige Diabetes mellitus Typ 1 beginnt im Jugendalter und bringt das Problem auf, dass die Bauchspeicheldrüse fast kein Insulin mehr ausschüttet und somit die Glukosezufuhr zu den Zellen gestört ist (absoluter Insulinmangel). Deshalb ist bei dieser Diabetesform wichtig, durch Sport verursachte Ketoazidosen oder Hyper-/Hypoglykämien zu vermeiden. Dazu wird individuell Insulin substituiert. Trotzdem wird auch hier kontrollierte, sportliche Aktivität empfohlen, da der Stoffwechsel dadurch stabilisiert und Blutfettwerte und Blutdruck verbessert werden können (Kemmer et al. 2008).
Während Bewegung oder Sport werden für jeden Diabetiker Kontrollen des Blutzuckerspiegels empfohlen sowie das Führen eines Sporttagebuches mit den jeweiligen Werten, um dann einen individuellen Trainingsplan aufstellen zu können. Wichtig bei dieser Diabetesform ist auch, dass die Betroffenen beim Sport immer Traubenzucker o.Ä. bei sich tragen, um einer plötzlichen Blutzuckerentgleisung entgegenwirken zu können.
Bei Athleten kommt der Typ-1-Diabetes häufiger vor als der Diabetes Typ 2. Bei ihnen gilt es, die körperliche Fitness zu erhalten, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren und das Wohlbefinden zu steigern (Hornsby et al. 2005).












